Im Mittelpunkt der jüngsten Beiratssitzung des Postillion e.V. standen die geplanten Änderungen im Kinder- und Jugendhilferecht. Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden diskutierten die vorgesehenen Neuregelungen intensiv und arbeiteten dabei insbesondere die Chancen heraus, die sich daraus für die kommunale Kinder- und Jugendhilfe ergeben. Der Postillion sieht sich aufgrund verschiedener Modellprojekte sowie der langjährigen praktischen Erfahrung bereits heute gut auf die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen vorbereitet. Entsprechend groß ist das Interesse am weiteren Gesetzgebungsverfahren.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Neuausrichtung der Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen Baden-Württembergs. Ab dem Schuljahr 2027/2028 wird für Kinder mit festgestelltem Sprachförderbedarf im letzten Kindergartenjahr eine verbindliche Sprachförderung eingeführt, die über die Grundschulen organisiert wird. Der Postillion hat sich auf diese Veränderungen bereits vorbereitet und wird – vorbehaltlich der endgültigen gesetzlichen Regelungen – einen eigenen Fachdienst Sprache aufbauen. Die Finanzierung soll aus Landesmitteln erfolgen. Ziel bleibt es, die alltagsintegrierte Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen konsequent fortzuführen und Kinder möglichst früh sprachlich zu fördern. Dadurch soll erreicht werden, dass möglichst wenige Kinder im letzten Kindergartenjahr an der verpflichtenden Sprachförderung teilnehmen müssen, weil sie bereits die notwendigen sprachlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulstart mitbringen.
Der Beirat beschäftigte sich außerdem mit der Betriebskostenkalkulation für das Jahr 2027. Die entsprechenden Berechnungen wurden als Empfehlung verabschiedet und sollen den Städten und Gemeinden frühzeitig eine verlässliche Planungsgrundlage bieten. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass insbesondere durch das Auslaufen des derzeitigen Tarifvertrages im kommenden Jahr weiterhin finanzielle Risiken bestehen, die derzeit noch nicht abschließend bewertet werden können. Im Bereich der Freiwilligendienste beschloss der Beirat, das Taschengeld für Freiwillige im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im kommenden Jahr unverändert bei 420 Euro monatlich zu belassen. Nachdem das Taschengeld bereits im vergangenen Jahr angehoben worden war, soll zunächst auf eine weitere Erhöhung verzichtet werden.
Einstimmig verabschiedet wurde außerdem eine neue gemeinsame Benutzungsordnung für Kindertageseinrichtungen und Schulkindbetreuung. Bislang bestanden hierfür zwei getrennte Regelwerke. Nachdem der Postillion die Schulkindbetreuung wieder vollständig in eigener Trägerschaft organisiert, konnten die bisherigen Regelungen in einer einheitlichen Benutzungsordnung zusammengeführt werden.
Der Beirat befasste sich darüber hinaus mit der Zukunft der eingruppigen Kinderkrippe in Rauenberg. Dem Wunsch der Stadt, die Einrichtung perspektivisch zu schließen, wurde grundsätzlich entsprochen. Voraussetzung ist jedoch, dass für alle betroffenen Kinder eine gleichwertige Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Der Vorstand wurde beauftragt, hierzu die erforderlichen Gespräche mit der Stadt zu führen und die Voraussetzungen für eine geordnete Umsetzung zu schaffen.
Abschließend wurden die Erfahrungen mit der erweiterten Gruppengröße in den Waldkindergärten ausgewertet. Im Rahmen eines Erprobungsverfahrens war die Gruppengröße von 20 auf 25 Kinder erhöht und hierfür eine zusätzliche Fachkraft eingesetzt worden. Die bisherigen Erfahrungen sind positiv. Der Postillion kann sich deshalb vorstellen, dieses Modell künftig dort anzubieten, wo eine Kommune dies wünscht und der örtliche Bedarf gegeben ist. Die Kosten pro Betreuungsplatz bleiben dabei unverändert. Gleichzeitig verbessert sich die personelle Ausstattung der überwiegend eingruppigen Waldkindergärten, da regelmäßig drei Fachkräfte gleichzeitig anwesend sind.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen von 36 °C gingen beim Firmenlauf in Mannheim am Abend um 19.30 Uhr insgesamt 33 Läufer/innen des Postillions beim Firmenlauf Mannheim an den Start. Insgesamt nahmen 6.339 Läufer/innen an der Veranstaltung teil. Die 5 Kilometer lange Strecke führte durch den Park und die Mannheimer Quadrate. Vertreten waren Kolleg/innen aus nahezu allen Abteilungen des Postillions – ein schönes Zeichen für den starken Zusammenhalt und die bereichsübergreifende Gemeinschaft. Dabei war nicht nur das gemeinsame Erlebnis ein Erfolg: Der Veranstalter wertete die jeweils drei schnellsten Läufer/innen eines Unternehmens als Team. Auch hier konnte der Postillion hervorragende Ergebnisse erzielen:
* Mixed-Team: Platz 42 von 1.674 Teams
* Damen-Team: Platz 58 von 793 Teams
* Herren-Team: Platz 52 von 1.163 Teams
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer/innen, die sich trotz der hochsomerlichen Temperatur der Herausforderung gestellt haben.


Der Postillion erweitert ab dem 1. September 2026 die Öffnungszeiten in seinen Einrichtungen in Hockenheim und reagiert damit auf den Wunsch vieler Eltern nach längeren Betreuungszeiten. Im Kinderhaus Albert-Einstein-Straße werden die Öffnungszeiten in der Verlängerten Öffnungszeit künftig einheitlich von 7:30 Uhr bis 14:00 Uhr angeboten. Auch die Kinderkrippe am Pumpwerk erweitert ihr Betreuungsangebot deutlich: Dort wird die Öffnungszeit künftig auf 7.30 bis 14.00 Uhr erweitert und die Ganztagesgruppe von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Das neue Ganztags-Angebot richtet sich insbesondere an Eltern, die aufgrund ihrer Berufstätigkeit auf eine längere Betreuungszeit angewiesen sind. Das Kinderhaus im Park verlängert seine Öffnungszeit ebenfalls von 7.30 bis 14.00 Uhr in seiner Krippe. Der Kindergarten bleibt vorerst bei den bisherigen Öffnungszeiten. Die neuen Öffnungszeiten treten zum 1. September 2026 in Kraft. Die bestehenden Verträge der Familien werden automatisch angepasst, sodass die erweiterten Betreuungszeiten den Eltern ab diesem Zeitpunkt direkt zur Verfügung stehen. Anmeldungen für alle Einrichtungen sind weiterhin über das zentrale Anmeldeportal der Stadt Hockenheim möglich.

Im Rahmen des Verstetigungsprojekts „Jugendliche Mobilität“ wurde im vergangenen Jahr eine umfangreiche Befragung unter Jugendlichen in Malsch durchgeführt, um ihre Bedürfnisse und Wünsche bezüglich Freizeitangebote und Infrastruktur zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Befragung bilden die Grundlage für die nachfolgenden Maßnahmen und den weiteren Beteiligungsprozess. Die Befragung umfasste 76 Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren und zeigte ein überwiegend positives Bild. Die wichtigsten Wünsche betrafen insbesondere die Erweiterung der Sport- und Bewegungsmöglichkeiten. Ein weiter bedeutendes Thema war die Mobilität: Die Jugendlichen äußerten Bedarf an verbesserten Busverbindungen, insbesondere abends und an Wochenenden, sowie an mehr Radwegen, sicheren Verkehrsführungen und überdachten Bushaltestellen. Jugendliche stellen eine wichtige Zielgruppe dar, da sie sich täglich am meisten mit dem Bus- und Fahrradverkehr in der Gemeinde bewegen und somit die Schwachstellen im Verkehrsnetz am besten kennen. Ihre Rückmeldungen sind deshalb ein unschätzbarer Beitrag für eine bedarfsgerechte Verbesserung des Angebots.
Auf Basis dieser Ergebnisse initiierte das Projektteam im März die Veranstaltung „Let’s Talk“, bei der die Jugendlichen eingeladen waren, über die wichtigsten Themen zu diskutieren. Schwerpunkt lag auf dem öffentlichen Nahverkehr und der Situation rund um den Fußballplatz am Jugendtreff. Die Beteiligung war sehr hoch, und es zeigte sich ein starkes Interesse seitens der Jugendlichen, sich aktiv in die Mitgestaltung einzubringen. Im Anschluss daran wurde im April das Format „Grill und Chill“ umgesetzt, bei dem die Jugendlichen ihre Vorschläge weiter konkretisierten. Die Jugendlichen zeigten großes Engagement, lieferten Skizzen und boten ihre aktive Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen an.
Das Projekt hat insgesamt gezeigt, dass sich in der Gemeinde selbst viele Jugendliche finden, die ihre Gemeinde aktiv mitgestalten möchten. Die Ergebnisse fließen nun in die weitere Planung und die Umsetzung zukünftiger Maßnahmen ein, um die Lebensqualität für Jugendliche nachhaltig zu verbessern. Zudem soll eine regelmäßige Beteiligung etabliert werden, um den Jugendwünschen kontinuierlich Gehör zu schenken. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.
Wir erproben gemeinsam mit der Frankfurter Firma OMC modellhaft neue Maßnahmen zum Wärmeschutz für Kitas. Der Gerüstbau steht bereits, die Bepflanzung verzögert sich jedoch noch etwas. Bei Modellprojekten läuft nicht immer alles reibungslos. Am 9. Juni wird die Begrünung nun zügig umgesetzt. Die Pflanzen wachsen schnell, sodass der entstehende Schatten und die dadurch geschaffenen Naturräume schon bald genutzt werden können. Die beiden Naturkindergärten Hockenheim und Ladenburg stehen dafür Modell.


Nachdem die Jugenbeteiligung stattgefunden hat, hat der Gemeinderat am 21. Mai den Plan für den Neubau beschlossen. Die Sitzungsunterlagen finden sich hier.
Die Gemeinde investiert in die Zukunft des Kindergartens „Abenteuerland“ in der Gartenstraße. Die Einrichtung war ursprünglich als Übergangslösung geplant. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch gezeigt, dass der Kindergarten deutlich länger benötigt wird und ein Ende der Nutzung derzeit nicht absehbar ist. Deshalb haben sich Gemeinde und Träger entschieden, gezielt in die Zukunftsfähigkeit der Einrichtung zu investieren, auch mit Hilfe einer Schenkung aus einer Erbschaft.
Aktuell befinden sich verschiedene Ideen zur Weiterentwicklung und Aufwertung des Außengeländes in der Planung. Dabei wird vor allem geprüft, wie der bisherige Krippenbereich künftig auch für den Kindergartenbereich attraktiver gestaltet werden kann, sodass möglichst alle Kinder von erweiterten Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten profitieren können.
Das Gebäude selbst besteht aus hochwertigen Containermodulen. Dennoch zeigt sich insbesondere an heißen Sommertagen, dass die Räume nur schwer zu kühlen sind. Um auch künftig gute Bedingungen für Betreuung und pädagogische Arbeit sicherzustellen, wird die Einrichtung deshalb mit modernen Klimageräten ausgestattet.
Alle Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden und tragen dazu bei, die Einrichtung langfristig attraktiv und leistungsfähig zu erhalten.
Der Kindergarten „Abenteuerland“ betreut derzeit bis zu 60 Kinder. Die Einrichtung ist montags bis freitags von 7:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Zusätzlich wird eine Betreuungszeit von 7:00 bis 14:30 Uhr angeboten.


Zukunft der Krippe „Alte Post“ bewegt
Mit großer Betroffenheit hat der Postillion e.V. die Pläne zur schrittweisen Schließung der Krippe „Alte Post“ in Rauenberg zur Kenntnis genommen. Die Einrichtung soll nach aktuellem Stand zunächst ab Ende 2026 auf eine Gruppe reduziert und zum 31. August 2027 vollständig geschlossen werden. Der Postillion e.V. hat Verständnis dafür, dass die Stadt Rauenberg angesichts rückläufiger Kinderzahlen und der aktuellen Haushaltslage schwierige Entscheidungen treffen muss. Gleichzeitig wird die geplante Schließung sehr bedauert, da die „Alte Post“ für viele Familien weit mehr ist als ein Betreuungsangebot. Über viele Jahre hinweg ist hier ein Ort entstanden, an dem Kinder Geborgenheit, Vertrauen und einen liebevollen Start ins Leben erfahren haben.
Aktuell ist eine Gruppe der Krippe belegt und wird von den Familien intensiv genutzt. Viele Eltern wünschen sich ausdrücklich den Erhalt der Einrichtung. Die „Alte Post“ steht für persönliche Betreuung, gewachsene Beziehungen und ein vertrautes Umfeld für die Kleinsten. Die Krippe wurde über viele Jahre mit großem Engagement von den Mitarbeitenden und insbesondere von der Leiterin Yvonne Blum seit der der Eröffnung im Jahr 2008 geprägt. Ihr Einsatz sowie die tägliche Arbeit des gesamten Teams verdienen große Anerkennung und Dankbarkeit. Die Eltern wurden bereits angeschrieben und vom Postillion zu einem Elternabend eingeladen. Ziel ist es, gemeinsam frühzeitig gute und verlässliche Lösungen für die betroffenen Kinder und Familien zu finden und den weiteren Prozess transparent zu begleiten.
Die endgültige Entscheidung der Stadt soll am 20. Mai 2026 im Gemeinderat getroffen werden. Aufgrund der langen vertraglichen Kündigungsfristen muss zudem auch der Beirat des Postillion e.V. am 26. Juni 2026 einer möglichen Kündigung zustimmen.
Zur Information: Eine Krippengruppe benötigt bei neun Öffnungsstunden 3,11 Personalvollzeitstellen, damit kostet die Krippe rund TEUR 360, wovon ca. 27 TEUR Zins und Tilgung für das Gebäude sind. Das Land bezuschusst zehn Plätze mit ca. TEUR 281.
Wir haben eine Krippe Schriesheim. Nun ist die Stadt im Rhein-Neckar-Kreis auch Mitglied beim Postillion e.V. geworden. Damit ist sie die 34. Kommune, die beim Postillion Mitglied ist.


Mit der heutigen Eröffnung einer dritten Waldkindergartengruppe erweitert der Postillion e.V. sein Betreuungsangebot in Graben-Neudorf.
Nachdem bereits zwei Gruppen im Ortsteil Graben erfolgreich etabliert sind, steht nun auch im Ortsteil Neudorf ein eigener Waldkindergarten zur Verfügung. Der neue Standort befindet sich am Vogelgelände und bietet mit einem Bauwagen, direktem Zugang zum Wald sowie der Einbindung des angrenzenden Vogelparkgeländes hervorragende Voraussetzungen für eine naturnahe pädagogische Arbeit.
Mit der neuen Gruppe wird das Angebot an Betreuungsplätzen erweitert und zugleich das Konzept der naturpädagogischen Bildung in der Gemeinde weiter gestärkt.