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Impressum

Ganztagesschulbetreuung des Postillion e.V.


Anmeldefrist für das kommende Schuljahr: 30.04.
Für alle Anmeldungen, die der zentralen Anmeldestelle des Postillion e.V. bis 30.04. vorliegen, werden wir eine Betreuungsmöglichkeit anbieten, sofern die Umsetzung von Postillion e.V. zu realisieren ist. Eine Garantie können wir nicht aussprechen, da u.U. Faktoren eine Rolle spielen, auf die Postillion e.V. keinen Einfluss hat. So benötigen wir genügend Raum und Personal. Durch Ihre frühe Anmeldung haben wir von Mai bis September Zeit, genügend Plätze zu schaffen.


Die Ganztagesschule lösen die Horte und Kernzeiten ab
Das Land hat Fakten geschaffen und zumindest die kommunalen Spitzenverbände haben sich bezüglich der geplanten Veränderungen positiv geäußert. Das ist nicht überraschend, da die gesamten Kosten weitgehend beim Land verbleiben. Diese Entwicklung ist zu begrüßen, da das Schulsystem eine Landesaufgabe ist und die bisherigen Versuche, Ganztagesschulen unter finanzieller Mitbeteiligung der Kommunen zu führen, nicht sinnvoll waren. Eine klare Aufgabenteilung war angezeigt. Jede Kommune wird sich nun überlegen müssen, ob sie bei dem "alten Modell" Halbtagesschule bleibt und eine Nachmittagsbetreuung für Kinder vorhält, die sich über kommunale Zuschüsse und Elternbeiträge finanziert, oder ob sie sich für das neue Ganztagesschulmodell entscheidet, das komplett vom Land finanziert wird. Das Gesetz zeigt, wie entschieden das Land Baden-Württemberg die Ganztagesschule einführen möchte.

Was bedeutet das?
Kommunen, Schulen und Eltern (über die Schulkonferenz) müssen entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen - dies wird mit Diskussionen verbunden sein. Denn bislang können sich nicht alle Eltern mit dem Gedanken anfreunden, dass ihr Kind den ganzen Tag in der Schule verbleibt. Die gesamte Entwicklung in der Schulkindertagesbetreuung wird auch davon abhängen, wie gut es gelingen wird, Ganztagesschulen zu etablieren und wie geeignet die jeweilige Umsetzung für die Kinder ist. Hier sind das Land bzw. die Lehrerinnen und Lehrer gefordert. Durch die Möglichkeit Lehrerstunden umzuwandeln, kann eine optimale Verbindung zwischen Schule und Jugendhilfe geschaffen werden. D.h. Fachkräfte arbeiten während der Schulzeit in der Schule mit und betreuen die Kinder z.B. in AG’s, in Freiphasen oder während der Hausaufgabenzeit. Ebenso wird Schulsozialarbeit an den Ganztagesschulen immer wichtiger werden. Eine Ausweitung ist unabdingbar, um ein gelingendes Betreuungsangebot bieten zu können - Kinder und Jugendliche brauchen die Unterstützung dort, wo sie sich aufhalten und das wird in zunehmendem Rahmen in der Schule sein.
Zu berücksichtigen gilt für die Weiterentwicklung, dass Hort- und Kernzeitplätze prozentual gesehen immer stärker angenommen werden. Als Beispiel sei hier Eppelheim erwähnt, wo 44% der Kinder eine Hortbetreuung bis 17.00 Uhr in Anspruch nehmen. In der Ganztagesschule sind Ferien und Randzeiten komplett vom Angebot ausgeschlossen. Hier sind kommunale Angebote notwendig. Bislang war die Betreuung vor und nach der Schule durch Horte sehr gut abgedeckt. Es konnten festangestellte Fachkräfte eingestellt werden, die mit ihrem Stellenumfang sich bzw. ihre Familie ernähren konnten. Wenn zukünftig nur noch Randzeitenbetreuungen und ein Nachmittag sowie die Ferienbetreuung abzudecken sind, wird es zunehmend schwieriger werden, geeignetes Personal zu finden. Ebenso wird es sicher nicht möglich sein, unausgebildete Kräfte diese Kinderzahlen betreuen zu lassen. Um dieser Problematik zu begegnen, sollte die oben aufgeführte Möglichkeit in Betracht gezogen werden, über die Kapitalisierung von Lehrerstunden Arbeitsplätze für pädagogische Fachkräfte zu schaffen, die Schulen und Kommunen bei diesen Aufgaben unterstützen.

Sollen Hort und Kernzeit in der Umstellung weiter erhalten bleiben
Es gibt die Diskussion, ob Hort und Ganztagesschule parallel zumindest im Übergang laufen sollen. Dort wo Ganztagesschulen von Klassen 1 bis 4 vorhanden sind, halten wir das nicht für sinnvoll. Denn es untergräbt die Ganztagesschule und es wird schwer sein, gutes Personal für den auslaufenden Hort zu finden. Die Kolleg/innen des Hortes werden sich für andere Angebote interessieren, denn wer will schon in einer auslaufenden Einrichtung arbeiten und wer wird in einer auslaufenden Einrichtung arbeiten wollen. Zumal in einer Zeit, wo es genügend Stellen gibt. Auch für uns ist es wichtig, dass wir uns auf die Weiterentwicklung der Ganztagesschule konzentrieren können.

Schulsozialarbeit verändert sich
Jugendsozialarbeit an Schulen ist eine aufsuchende Form der Jugendhilfe und findet ihre Legitimation in §13 SGB VIII. Sie begibt sich dorthin, wo Kinder einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, wo wesentliche Entscheidungen fallen und wo Probleme von Jugendlichen frühzeitig sichtbar werden. Sie fördert die individuelle und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und gibt denjenigen zusätzliche Unterstützung, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen darauf angewiesen sind. Schulsozialarbeit vernetzt somit den schulischen Lebensraum mit anderen Jugendhilfeeinrichtungen und übernimmt eine Vermittlungsfunktion. In der Ganztagesschule übernimmt sie zusätzlich die Funktion sämtliche Angebotsformen des Postillions vor Ort zu koordinieren. Kinder, die bisher in der Halbtagesschule Probleme hatten, müssen in dem ganztagesbetrieb erst recht unterstützt werden. Das wird Aufgabe der Schulsozialarbeit werden.